Der heilige Sebastian (gestorben um 288 n. Chr.) lebte während der Regierungszeit des römischen Kaisers Diokletian. Er war kein einfacher Soldat, sondern stieg bis zum Hauptmann der Prätorianergarde auf – der Eliteeinheit, die den Kaiser direkt schützte. Sein Weg zum Glauben vollzog sich jedoch im Verborgenen: Sebastian nutzte seine hohe militärische Stellung, um verfolgten Christen in den Kerkern Roms beizustehen, sie zu trösten und im Glauben zu stärken.

Sein Schicksal wendete sich, als er durch die Heilung Kranker und die Bekehrung hochrangiger Beamter als Christ enttarnt wurde. Diokletian betrachtete dies als persönlichen Verrat und verurteilte ihn zum Tode durch numidische Bogenschützen. Sebastian wurde an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt, doch wie durch ein Wunder überlebte er. Die Witwe Irene pflegte ihn gesund.

Anstatt zu fliehen, trat er dem Kaiser erneut mutig entgegen, um die Verfolgung der Christen anzuprangern. Daraufhin wurde er im Zirkus durch Keulenschläge endgültig hingerichtet. Heute gilt er als einer der am häufigsten dargestellten Heiligen der Kunstgeschichte und ist Schutzpatron der Schützen, Waldarbeiter und derer, die gegen Seuchen wie die Pest kämpfen.

 

 

Lichtblicke der Erkenntnis

„Dieses kurze Leben ist nur ein Schatten; das wahre Leben beginnt dort, wo wir Gott von Angesicht zu Angesicht schauen.“

„Nicht meine Kraft hat mich gerettet, sondern die Gnade Gottes, die mich für sein Zeugnis bewahrt hat.“

„Mein Dienst gehört dem Kaiser, aber meine Seele gehört allein Gott.“

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