Johannes von Gott (1495–1550) führte ein bewegtes, fast rastloses Leben, bevor er seine wahre Berufung fand. Geboren in Portugal, war er Hirte, Soldat im Krieg gegen die Türken und Buchhändler in Granada. Seine Glaubensfindung war kein ruhiger Prozess, sondern ein erschütterndes Ereignis: Nachdem er 1539 eine Predigt des heiligen Johannes von Avila hörte, geriet er in eine so tiefe Reue über sein bisheriges Leben, dass man ihn für geisteskrank hielt und in eine Irrenanstalt einwies.

Dort, inmitten der grausamen Behandlung der Kranken jener Zeit, fand er seinen Frieden und seine Mission. Er erkannte, dass Gott ihn nicht zur Verzweiflung, sondern zum Dienst an den Ärmsten rief. Er begann, Kranke und Hilflose buchstäblich auf seinen Schultern in ein gemietetes Haus zu tragen. Seine radikale Nächstenliebe und sein unerschütterliches Vertrauen auf die göttliche Vorsehung machten ihn zum "Vater der Armen" und legten den Grundstein für den Orden der Barmherzigen Brüder.

 

Lichtblicke der Erkenntnis

„Tut Gutes, Brüder, solange ihr noch Zeit habt!“

„Nur wer selbst gelitten hat, weiß, wie er die Leiden anderer lindern kann.“

„Vertraue auf Jesus Christus allein, und du wirst nicht enttäuscht werden.“

„Gott allein genügt.“

©Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.