Hl. Rita von Cascia – Leben & Dornenwunder

Die hl. Rita von Cascia (ca. 1381-1457) gehört zu den eindrucksvollsten Frauengestalten der Kirche, weil ihr Weg zu Gott nicht leicht, sondern von Leid, Geduld und radikaler Treue geprägt war. Sie wurde um 1381 in Roccaporena bei Cascia in Umbrien geboren und wuchs in einem gläubigen Umfeld auf. Der Überlieferung nach verspürte sie schon früh den Wunsch nach einem geistlichen Leben. Zunächst führte ihr Weg jedoch nicht ins Kloster, sondern in eine Ehe, die von großen inneren Prüfungen überschattet war. Ihr Mann soll gewalttätig gewesen sein; Rita antwortete darauf nicht mit Hass, sondern mit Geduld, Gebet und dem festen Vertrauen, dass Gottes Gnade auch verhärtete Herzen verwandeln kann.

Nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes und dem frühen Verlust ihrer Söhne zerbrach Rita nicht. Gerade im tiefsten Schmerz wurde ihr Glaube noch entschiedener. Schließlich trat sie in das Augustinerinnenkloster von Cascia ein, wo sie ein Leben der Buße, des Gebets und der innigen Christusliebe führte. Besonders bekannt wurde sie durch ihre Verehrung des leidenden Christus und das sogenannte Dornenwunder an ihrer Stirn.

Ritas Glaubensweg zeigt, dass Heiligkeit nicht fern vom menschlichen Schmerz entsteht, sondern mitten darin. Sie wurde zur Heiligen der unmöglich scheinenden Anliegen, weil ihr ganzes Leben bezeugt: Für Gott ist selbst verwundetes Leben nicht verloren.

 

 

Lichtblicke der Erkenntnis

„Sie bat den Herrn, sie an seinem Leiden teilnehmen zu lassen.“

„Daraufhin erhielt sie eine Wunde an der Stirn, als Zeichen eines Dorns aus der Krone Christi.“

„Rita wird als Fürsprecherin in aussichtslosen Anliegen verehrt.“

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